Bei Mietwagen gibt es drei Stufen, auf denen die Fahrzeuge vermittelt werden: Ganz unten stehen die eigentlichen Wagenvermieter wie Buchbinder oder Hertz; darüber gibt es Mietwagenvermittler wie Holidaycars oder CarDelMar, die mit den Vermietungsgesellschaften gute Preise ausgehandelt haben und mit großer Bandbreite Wagen verschiedener Gesellschaften anbieten. Ganz oben in der Mietwagensuche stehen daher Preisvergleichsdienste, die sowohl die verschiedenen Vermietungs- als auch die Vermittlungsgesellschaften durchsuchen und Ihnen aus allen Angeboten die besten Preise liefern.
Ich selbst nutze den Vergleichsdienst Happycar.de, weil er meiner Meinung nach mit Abstand die größte Reichweite hat und einfach zu bedienen ist.

In der Regel kann man Mietwagen bis 24 Stunden vorher kostenfrei stornieren. Es lohnt sich also nicht, die Buchung aufzuschieben. Bei Sixt bekommt man bis 25 Tage vor Anmietung sogar 25% Nachlass.
Sollte man wider Erwarten doch noch etwas günstigeres finden, storniert man den ersten einfach wieder. Erfahrungsgemäß sind Mietwagenpreise aber verhältnismäßig stabil, sodass Sie meist nur riskieren, eine teurere Wagenklasse nehmen zu müssen, weil Ihre nichtmehr verfügbar ist.
Mit verschiedenen Anmietungsdaten herumzuspielen bringt daher auch nur in diesem Fall etwas. Solange die gewünschte Wagenklasse noch verfügbar ist, sind fast immer alle Tage gleich teuer.

Wo man dagegen sparen kann, ist an der Anmietungsstelle: Außerhalb der Stadtmitten liegende Stellen, zum Beispiel an Flughäfen, sind oft preiswerter. Teurer wird es außerdem auch, wenn man den Wagen nicht dort zurückgibt, wo man ihn geholt hat.

Viele Vermieter bieten günstige Wochenend- und Wochenpreise an. So kann ein Wagen für drei Tage manchmal billiger sein als für zwei; und sieben Tage sind fast immer billiger als fünf oder sechs. Buchen Sie in solchen Fällen einfach länger; ich habe noch nie gehört, dass sich ein Vermieter beschwert hätte, weil jemand den Wagen einen Tag eher wieder zurückgebracht hat.

Was sonst noch zu beachten ist:

– Achten Sie unbedingt auf die Versicherungsbedingungen; die billigsten Angebote gibt es meist auch für zehn oder fünfzehn Euro mehr mit einer Rückerstattung der Versicherungsselbstbeteiligung durch den Vermittler und einer Glas- und Reifenversicherung. Ob sich das lohnt, hängt in erster Linie von Ihrem Fahrgeschick ab.

– Kindersitze kosten bei allen Anbietern zusätzlich. Am billigsten ist es daher, seine eigenen Kindersitze mitzubringen. Bei vielen Fluggesellschaften kann man diese übrigens kostenlos auf dem Sitz des Kindes mitnehmen; klären Sie das aber im Vorfeld mit Ihrer Fluggesellschaft, da man beispielsweise bei Condor die Kindersitze vorher anmelden muss.
Bei längeren Reisen kann es sich auch lohnen, vor Ort einen Kindersitz zu kaufen.

– Gleiches gilt für Navigationsgeräte, die geliehen mindestens zehn Euro je Tag zu Buche schlagen.